Trauringe – eine kleine Materialkunde

Der Bereich der Trauringe hat sich in den letzten 30 Jahren stark verändert, da die Möglichkeiten durch neue Legierungen und dergleichen größer wurden, unterschiedliche Formen umzusetzen.

Gleichzeitig neigen Hochzeitspaare heute stärker dazu, von klassischen Maßstäben abzuweichen und auf Kombinationen wie Tricolorgold oder Rotgold zu setzen, womit der Trauring zwangsläufig zu einem beachtenswerten Schmuckstück wird.

Wir widmen uns in diesem Beitrag den speziellen Eigenschaften unterschiedlicher Materialien, um Ihnen eine objektive Entscheidungsgrundlage zu geben.

Platin – nahezu alle Formen möglich

verlobungsringPlatin gilt seit Jahren als absolutes Trendmaterial bei Trauringen, insbesondere aufgrund des nur äußerst geringen Abriebs. Da keine Reaktionen auf in Kosmetik enthaltene Chemie folgen, wie man es etwa bei Silber in Form eines „Anlaufens“ sehen kann, empfiehlt sich Platin als erste Wahl für hochwertige Fassungen. Platin selbst ist dabei äußerst weiß und klar strukturiert, zudem verändert sich diese Farbe mit dem Alter nicht. Aufgrund dessen sind Kombinationen möglich, die entweder aufgrund zu starken Abriebs oder Abnutzung bei anderen Materialien nicht langfristig möglich waren. Zwar steigt die Förderung von Platin mit jedem Jahr geringfügig, die Ressource ist aber begrenzt und bietet dadurch ideale Voraussetzungen, um als Hochzeitspaar einen wertvollen und extrem wertstabilen Rohstoff zu wählen.

Palladium als preiswerte Alternative

Palladium wird zwar nicht selbst als reiner Werkstoff zur Herstellung von Trauringen genutzt, erfüllt aber eine wichtige Funktion hinsichtlich der Legierung. Das Material zeichnet sich durch eine erfrischende, saubere und reine Farbe aus – Trauringe mit einem hohen Anteil an Palladium weisen eine kernige, konstante Farbgebung auf, die immer stärker nachgefragt wird. Hier kommen verschiedene Materialien zum Einsatz, etwa Silber, Rhodium oder Kupfer als sogenannte Legierungsmetalle. Es ist überaus kratzfest und stabil, behält seine Form und kann so in jeder erdenklichen Alltagssituation getragen werden. Gegenüber Platin bringt Palladium zudem einige preisliche Vorteile mit sich.

Weißgold, der klassische Weg

verlobungWeißgold zählte vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den beliebtesten Materialien für Trauringe. Früher wurde Nickel zugesetzt, wodurch die Farbe gleichmäßig umgesetzt werden konnte. Seit Mitte der 1990er-Jahre setzt man verstärkt auf Mangan als Legierung, was ein sehr helles Material umsetzt. Im Regelfall setzt man jedoch auf einen Überzug aus Rhodium, wodurch sehr weiße Oberflächen geschaffen werden können – ein Grund, weshalb Weißgold als ideales Material für Gravuren und Brillanten gilt. Diese Legierung macht die Ringe widerstandsfähiger und robuster, sodass der preisliche Vorteil dadurch einen weiteren Pluspunkt darstellt.

Wählen Sie Ihr Material je nach Art und Umfang der Aufsätze und beachten Sie dabei auch Kombinationen mit niedrigerem Reinheitsgrad, welche häufig durch entsprechende Legierungen ausgeglichen und verbessert beziehungsweise resistenter gemacht werden können.


Bildquelle: Maja Dumat + Sandra Schmitz Pixelio.de


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