Der schönste Tag im Leben? Nicht für jeden!

Die Hochzeit ist der schönste Tag im Leben eines Paares. Das sollte auch so sein und immer wieder erleben wir das die Paare bereits Monate vorher Feuer und Flamme sind, sich um alles kümmern und alles organisieren.

Dabei wird über wirklich alles nachgedacht, darüber welche Farbe die Blumen auf dem Tisch haben und ob sich Komplementärfarben in der Saaldeko wiederfinden, die Form von Bouquettes, die Anordnung des Banketts und viele andere Dinge sind hier wichtig. Natürlich sind das alles Faktoren die wir unbedingt berücksichtigen müssen, aber leider geraten einige Dinge immer wieder in Vergessenheit. Eine Sache die fast immer zu einem Problem wird, ist so wichtig, das wir hier darüber reden wollen.

hundeGerade Tiermenschen wollen ihre Tiere natürlich bei der Hochzeit dabei haben. Vor allem Hunde sollen am schönsten Tag im Leben des Paares nicht fehlen. Wir haben selten einen Hundebesitzer gesehen, der sein Tier an der Hochzeit abgegeben hätte, aber Fakt ist das es keine gute Idee ist das Tier dabei zu haben. Tierfreundliche Hochzeiten sind zwar schwer im kommen, aber leider bei weitem noch nicht die Regel. All der Trouble, die vielen Menschen, die Tatsache wenn alle in eine Kirche stürmen es da drin laut wird und der Hund evtl. mit einem Nachbarn vor der Kirche warten muss sind Stress. Auch die anschließende Hochzeit selbst, in einem Saal, wo es laut wird, drunter und drüber geht, Hochzeitsspiele organisiert werden, essen auf den Tischen steht und so weiter, ist gewaltiger Stress für einen Hund.

Vor allem, wenn es an Orte geht, die die Tiere nicht kennen, Orte die furchteinflößend sind, weil zum Beispiel mit offenem Feuer gearbeitet wird, weil es dort eng, laut und stickig ist, der Rasen nicht betreten werden soll, etc. Die Tiere werden meist vergessen und leiden absolute Höllenqualen bei einer Hochzeit. Besonders Hunde sind sehr menschenbezogene und einfühlsame Tiere, die sicherlich den Unterschied zwischen Glückstränen und Leid nicht wirklich verstehen werden. Auch der Beschützerinstinkt bei einer „Brautentführung“ ist sicherlich nicht förderlich. Kurzum, Hochzeiten sind für Tiere Stress.

Der große Trend tierfreundlicher Hochzeiten ist zwar ein schöner Trend, aber dennoch wollen wir an dieser Stelle nicht dazu aufrufen die Tiere unbedingt auf eine Hochzeit mitzuschleppen. Den meisten ist viel mehr geholfen wenn Herrchen und Frauchen die Hochzeit ihres Lebens erleben, die Sau rauslassen beim feiern und machen können was sie wollen, denn auch für den Tierhalter ist die ständige Sorge um den geliebten Partner nicht gerade förderlich für eine gute Stimmung. Es gibt einfach Dinge die man Tieren nicht zumuten sollte, vor allem nicht wenn man seine Tiere liebt.

Es ist schade immer wieder sehe und hören zu müssen wie die Vierbeiner bei einer Hochzeit vergessen werden, aber irgendwie immer dabei sein sollen am Ende. Den Tieren ist wirklich nicht damit geholfen sie in Situationen hinein zu bringen die sie weder verstehen noch verarbeiten können und eine Hochzeit auf der unheimlich viele Menschen sehr laut zusammen in den verschiedensten Gerüchen zusammenhocken ist sicherlich nicht gerade das was ein Tier als „entspannter Tag“ bezeichnen würde, vor allem dann nicht wenn noch andere Tiere mitgebracht werden.

Bildquelle: A.S. - Pixelio.de


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