Junggesellenabschied in Prag & Co

Der Trend geht zur Party im Ausland

Nicht nur die Hochzeit soll unvergesslich werden, sondern auch der Junggesellenabschied. Deshalb geht aktuell ein Trend zu ausgefallenen Partys, die immer häufiger im Ausland gefeiert werden. Das bedeutet zwar einen höheren Organisationsaufwand, sorgt aber auch für bleibende Eindrücke und lebenslange Erinnerungen mit den besten Freunden. Auffallend ist vor allem die stark steigende Anzahl derer, die den Junggesellenabschied in Prag feiern.

Reiseziel Nummer 1 für Junggesellenabschiede

Vielleicht ist es die geografische Nähe, vielleicht die finanziell günstige Erreichbarkeit, vielleicht die Schönheit der Stadt, wahrscheinlich in vielen Fällen vor allem auch das billige Bier. Fakt ist: Tschechiens Hauptstadt hat sich zuletzt zum Reiseziel Nummer 1 für Junggesellenabschiede gemausert. Die Zahl derer, die ihren JGA in Prag feiern, steigt und steigt und steigt. Sogar in den Feuilletons überregionaler Tageszeitungen wie der eher konservativen Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist der bemerkenswerte Boom Prags als Junggesellenabschied-Stadt schon Thema gewesen. Tenor: Die oft noch günstigen Preise nicht nur für Bier locken die Massen in Scharen an.

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Barcelona, London oder Amsterdam

Während also für Prag in der Hauptsache der finanzielle Aspekt spricht, dürfte das für andere beliebte Destinationen wie Barcelona, London oder Amsterdam kaum der entscheidende Beweggrund für ausgelassene Kumpeltouren sein. Schließlich schlägt dort bereits die Anreise mit ein paar Euro zu Buche, und auch für unabdingbare Junggesellenabschied-Zutaten wie Bier und den Besuch im Nachtclub werden andere Summen fällig als in Prag. Dennoch schlägt der JGA im Ausland zunehmend die Zechtour in der Nachbarstadt. Und dafür muss es Gründe geben.

Spannung und neue Eindrücke

Experten sehen den Reiz der Exotik als entscheidenden Faktor. So wie jeder in seinem Urlaub Ziele ansteuert, die er nicht kennt und von denen er sich Spannung, neue Eindrücke und durchaus auch den einen oder anderen staunenden, wenn nicht gar neidischen Blick von den Daheimgebliebenen erhofft, wenn diese dann zum Fotoabend vorbeikommen, so zählt auch beim Junggesellenabschied das Einzigartige, Spektakuläre, Exklusive. Und das gibt es gemeinhin eher in einem anderen Land als vor der eigenen Haustür. Deshalb sind Länder wie Spanien und Italien sowie Inseln wie Mallorca und Ibiza so besonders beliebt: Dort will jeder gern mal hin, und die letzte große Party vor der Ehe bleibt, wenn sie an einem dieser Orte stattfindet, garantiert ein Leben lang im Gedächtnis.

Viele Sehenswürdigkeiten

Hinzu kommt, dass der Mief des Saufgelages, der dem Junggesellenabschied von jeher anhängt, längst nichts mehr mit der Realität zu tun hat. Für viele Männer-Gruppen geht es am wahrscheinlich zweitschönsten Tag im Leben nicht mehr nur allein darum, möglichst viel Bier in möglichst kurzer Zeit hinunterzukippen. Sie wollen ein gemeinsames Erlebnis schaffen, Neues kennenlernen, eine unbekannte Stadt entdecken. Dazu gehört natürlich auch, den Blick bei der Planung nicht allein auf Bars und Clubs zu richten, sondern auf eine gewisse Sehenswürdigkeits-Dichte zu achten. Was wiederum ein Grund ist, weshalb mehr und mehr Männer ihren Junggesellenabschied in Prag feiern: Die „Goldene Stadt“ hat mehr als nur billiges Blondes und willige Blondinen zu bieten. An Karlsbrücke, Prager Burg und Astronomische Uhr erinnern sich die Kumpels auch noch Jahre später – wohingegen manch Ereignis, das zu späteter Stunde stattfand, schon mal in Vergessenheit geraten kann.


Bildquelle: Prague cityscape at night Image ID: 212586004 Copyright: TTstudio


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