„Ja, ich will“ auf Chinesisch

Jedes Land hat seine eigenen Hochzeitssitten und –bräuche; In Äthiopien dienen Narben als Brautschmuck, in Brasilien wird feierlich Truthahn gegessen, in den Jemen dauert eine Hochzeit ganze drei Tage lang und in Thailand findet die Trauung ausschließlich an einem astrologisch genau berechnetem Zeitpunkt statt.

Welches Land feiert wohl mit tosenden Feuerwerkskörpern?

Buntes Feuerwerk am chinesischen Himmel; Laut muss es sein!

Wer schon einmal eine China-Reise unternommen hat, weiß, dass in diesem Land vieles anders als gewohnt zugeht. Komische Gebräuche, Sitten und Gewohnheiten sorgen dafür, dass so manch‘ ein Reisender mit einem Kulturschock in die geliebte Heimat zurück kehrt. Da ist es wunderlich, dass die chinesischen Hochzeiten „harmlos“ und „gesittet“ zelebriert werden und inzwischen sogar mit Einwilligung beider Eheleute von statten gehen.

Bei den Chinesen ist der Spaßfaktor bei einer Hochzeit oberste Devise. Nicht zu verachten ist ein möglichst prunkvolles Feuerwerk, welches für den nötigen Lärmpegel sorgen soll. Die aufkommenden Kosten spielen dabei keine wesentliche Rolle: Eheschließungen sind für die Chinesen von großer Bedeutung und die bis zu 100 geladenen Gäste sollen sich schließlich köstlich amüsieren.

Aufgrund der außergewöhnlichen und spaßigen Art der Feierlichkeit, wagen sich viele Ehepaare sogar ein zweites Mal vor den Traualtar.

Das Ehepaar im Blitzlichtgewitter; Lang lebe die Erinnerung

Die chinesischen Hochzeiten sind eine totale Modeerscheinung; Hochzeitsfotos sind das A und O, schließlich soll sich doch auch Jahre später an die Hochzeit und die Hochzeitsfeier erinnert werden. Demnach ist es nicht ungewöhnlich, dass das Ehepaar von einem professionellen Fotograph abgelichtet wird und während des Shootings die Festtagskostüme und Roben gewechselt werden. Um letztlich die perfekten Aufnahmen zu erhalten, wird geschminkt und gepudert was das Zeug hält.

Der Tag der Hochzeit; Rot für das immerwährende Glück

Am Hochzeitsmorgen muss es dem Bräutigam zunächst gelingen, seine zukünftige Braut aus ihrem Elternhaus abzuholen; Die Braut wird von ihrer Familie nicht so leicht freigegeben beziehungsweise der Bräutigam erst nach dem Erfüllen einer oder mehrerer Aufgaben in das Haus gelassen. Im Anschluss an die kleine „Bewährungsprobe“ an den Bräutigam, macht sich die Hochzeitsgesellschaft auf zum Ort der Trauung – Das Hochzeitsauto darf natürlich kein gewöhnliches Modell sein.

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Rainer Sturm / pixelio.de

Die Braut trägt anfangs ein traditionelles, weißes Brautkleid – das “Qipao” – welches sie im Laufe der Hochzeitsfeier allerdings bis zu drei Mal wechselt. Schlussendlich beendet die Braut ihre Hochzeitsfeier in einem roten Brautkleid; Denn die Farbe Rot ist in China die Farbe des immer währenden Glücks.

Wie auch bei uns in Deutschland, soll dem Brautpaar das Streuen von Reis Glück und Fruchtbarkeit bringen.


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