Hochzeitsbräuche & Hochzeitstraditionen

Hochzeitsbräuche und Rituale dienen dazu, Unheil vom Brautpaar abzuwenden und diese vor bösen Geistern zu schützen. Außerdem symbolisieren sie Werte wie Liebe, Treue, Fruchtbarkeit, Gesundheit, Wohlstand, Freundschaft und sind als Tradition beinahe nicht mehr wegzudenken.

Polterabend
Beim Polterabend wird sehr laut „gepoltert“, in dem die Gäste Porzellan mitbringen, das dann während der Feier zerschmettert wird. Dieser Krach soll böse Geister fernhalten und damit eine gute Ehe unterstützen. Dabei sind alle Arten von Porzellan denkbar, von Kloschüsseln über Suppenteller, Blumentöpfe oder Fliesen, beinahe alles ist erlaubt, denn „Scherben bringen Glück“. Das gilt aber keinesfalls für Glasscherben oder Spiegel, denn diese prophezeien bis zu 7 Jahre Unglück. Nach dem polterabend wird der Scherbenhaufen von den angehenden Brautleuten gemeinsam zusammengekehrt und entsorgt. Dies steht als Symbol für den Zusammenhalt und die Zusammenarbeit in einer Ehe.

Altes, Neues, Geliehenes, Blaues
Vier Dinge soll die Braut am Hochzeitstag bei sich tragen, um einen optimalen Start in die Ehe zu begünstigen. Etwas Altes, bspw. alten Familienschmuck, das für die Vergangenheit als ledige Frau steht, etwas Neues, bspw. den Ehering, der die Zukunft symbolisiert, etwas Geliehenes, z. B. Ohrringe, als Zeichen der Freundschaft und etwas Blaues, oftmals das Strumpfband, als Sinnbild für Treue.

Reis werfen
Nach der Trauung wird das Brautpaar gern mit Reis beworfen. Traditionell besänftigt Reis die bösen Geister und verspricht Fruchtbarkeit, Reichtum und Glück.

Brautstrauß werfen
Immer wieder gern wird die Tradition der Brautstraußwerfens zelebriert. Dazu stellen sich alle unverheirateten Frauen auf und die Braut dreht diesen den Rücken zu. Dann wirft sie ihren Brautstrauß hinterrücks in die Menge. Wer den Strauß fängt, wird als nächstes den Bund der Ehe eingehen.

Junggesellenabschied
Mit dem Junggesellenabschied verabschiedet sich der zukünftige Bräutigam von seinem Junggesellenleben. Meist feiert er mit seinen Freunden in einer Bar oder Kneipe, gern auch begleitet von einer Stripperin. Allerdings sollte sich alles in Maßen halten.

Brautschleier
Weiß ist die Farbe der Unschuld und so symbolisiert der weiße Schleier die Unschuld und Reinheit der Braut.

Brautjungfern
Brautjungfern sind dazu bestimmt, böse Geister von der Braut abzulenken. Daher tragen diese ähnliche Kleider, die außerdem dem Brautkleid ähneln, so dass die Geister verwirrt werden. Brautjungfern sollten traditionell unverheiratete Freundinnen sein.

Blumenkinder
Blumenkinder streuen Blumen oder Blütenblätter vor dem Brautpaar. Dieser alte heidnische Brauch soll bewirken, dass die Fruchtbarkeitsgöttin angelockt wird und das Paar zukünftig mit Nachwuchs rechnen kann.

Dosen ans Auto hängen
Durch den Lärm, den die ans Hochzeitsauto gebundenen Dosen am machen, sollen böse Geister vertrieben werden.

Hochzeitstorte
Das gemeinsame Anschneiden der Hochzeitstorte steht für Gemeinsamkeit, Zusammenhalt und Einigkeit. Man sagt, wer beim Anschneiden die Hand oben hat, hat in der Ehe die Hosen an.

Bräutigam fährt nicht selbst
Der Bräutigam soll das Hochzeitsauto nicht selbst fahren, da dies nach altem Aberglauben Unglück bringt.

Brautentführung
Die Braut wird während der Hochzeitsfeier von einem guten Freund in eine nahegelegene Kneipe/Bar/Restaurant entführt. Hochzeitsgäste begleiten die Braut. Der Bräutigam muss nach seiner Braut suchen und diese dann vor Ort wieder „auslösen“, indem er bspw. ein Lied singt oder einen Witz erzählt.

Über die Schwelle tragen
Auch hier sind wieder böse Geister am Werk, diesmal unter der Türschwelle. Um die Braut vor ihnen zu beschützen, trägt der Bräutigam eine Frau über die Schwelle.

Geld im Brautschuh
Man sagt, das Geld in einer Eehe geht nie aus, wenn die Braut am Tag der Hochzeit in ihrem Brautschuh ein Centstück versteckt.


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