Hochzeit in Dänemark

Was hat das Land im Norden Europas zukünftigen Eheleuten zu bieten?

Zieht es baldige Ehepaare für ihre Trauung in die Ferne, so sind die Ziele meist südlich gelegen und locken mit vielen Sonnenstunden und weißen Sandstränden. Nicht immer muss die Reise jedoch ins Warme gehen, auch die nordischen Länder halten für Eheleute einige ungeahnte Überraschungen bereit – gerade Skandinavien, insbesondere Dänemark, wird schließlich nicht umsonst Jahr für Jahr von unzähligen Touristen angesteuert.

Mit seinen vielen historischen Orten und einer unkomplizierten Bürokratie ist Dänemark ein attraktives Ziel für Heiratswillige.

Mit seinen vielen historischen Orten und einer unkomplizierten Bürokratie ist Dänemark ein attraktives Ziel für Heiratswillige.

Hier warten auf das Brautpaar nicht nur raue Klippen und unzählige Fjorde, auch die wilde Natur und die vielen Inseln lassen das Herz vieler Besucher höher schlagen. Da das Königreich Dänemark außerdem bekanntermaßen sehr liberal ist, wird dort größtenteils auf nervenzerrende Bürokratie verzichtet, was vielen Heiratswilligen ebenfalls zugutekommen sollte.

Notwendige Formalitäten

Wenngleich das Heiraten in Dänemark sehr viel einfacher vonstattengeht als in Deutschland und vielen weiteren Ländern, so müssen aber auch hier selbstverständlich einige Richtlinien eingehalten werden.

Tabelle

*Schengen-Visum: Hierbei handelt es sich um ein Visum für den Schengenraum, welcher derzeit 26 Staaten umfasst und an dessen Binnengrenzen keine Kontrollen durchgeführt werden. Grundlage für das einheitliche Visum ist das 1995 in Kraft getretene Schengener Durchführungsübereinkommen, welches zur Einreise bzw. zum Aufenthalt im gesamten Schengenraum berechtigt. Mehr über die Mitgliedsstaaten und die genauen Formalitäten ist beim Auswärtigen Amt zu erfahren.

Wichtige Fakten vor und nach der Trauung

Zudem gilt es einige nicht ganz unwichtige Tatsachen zu bedenken, die bei einer Heirat in Dänemark nicht außer Acht gelassen werden sollten.

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  • So muss die Eheschließungsurkunde nach der vollzogenen Trauung beispielsweise noch durch das Innen- und Außenministerium beglaubigt werden, hinzu kommt außerdem eine Abnahme durch die dänische oder deutsche Botschaft.
  • Da die Standesämter zudem auch jeweils ein wenig unterschiedlich agieren, kann es mitunter vorkommen, dass noch zusätzliche Bescheinigungen nötig werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich daher im Vorfeld einfach mit den Zuständigen in Verbindung setzen und nachfragen.
  • Generell sind die Standesämter sehr hilfsbereit bei der Organisation und schicken in den meisten Fällen sogar eine Anfahrtsbeschreibung und auch einen Stadtplan – auch eine Hotelbuchung kann oftmals mithilfe der Beamten in die Tat umgesetzt werden.
  • Die Namensänderung tritt außerdem erst in Kraft, nachdem die Ehe auch beim zuständigen Standesamt in Deutschland durchgeführt wurde. Dafür muss dort die beglaubigte Eheurkunde vorgelegt werden.

Traditionelle dänische Hochzeit?

Ein wenig anders als in Deutschland geht es bei dänischen Paaren außerdem auch zu. Das beginnt bereits bei dem Pastor, denn dieser ist in Dänemark auch gleichzeitig staatlicher Standesbeamter – das heißt also, dass bei der kirchlichen Zeremonie sowohl kirchlich als auch standesamtlich geheiratet wird. Andererseits gibt es natürlich auch viele Parallelen, unter anderem die bekannten Späße, die mit dem Brautpaar nach der Trauung getrieben werden und auch das gemeinsame Anschneiden des Brautkuchens – der sogenannte Bryllupskage – gehört dazu. Einige bekannte dänische Traditionen sind unter anderem folgende:

  1. Verlässt die Braut den Raum, so will es der Brauch, dass alle anderen weiblichen Gäste den Bräutigam küssen dürfen. Andersherum gilt dies aber auch: Ist also der Bräutigam kurzzeitig abwesend, so darf die Braut geküsst werden.
  2. Häufig werden den Socken des Bräutigams die Spitzen abgeschnitten. So soll verhindert werden, dass sich je wieder andere Frauen nach ihm umsehen, denn wer will schon einen Mann mit Löchern in den Socken?
  3. Eine weitere Tradition ist der sogenannte „Toastmaker“, der auf einer dänischen Hochzeit ausgerufen wird. Dieser ist der Moderator der Feierlichkeiten und plant beispielsweise den zeitlichen Ablauf der Spiele oder koordiniert die Reden der Gäste.

Besucher, die in Dänemark heiraten und danach wieder in ihr Heimatland zurückkehren möchten, können diese und weitere Traditionen natürlich gerne übernehmen oder adaptieren, um ihrer Hochzeit das gewisse Etwas zu verleihen, andererseits kann aber auch einfach die darauffolgende Hochzeitsreise direkt vor Ort verbracht werden. Wer es klassisch mag, für den eignet sich hier vielleicht das beliebte dänische Ferienhaus, welches sich häufig in unmittelbarer Nähe zum Strand befindet oder abseits der Touristenpfade liegt.

Braut und Bräutigam haben dort Zeit für sich und können ihr Glück entspannt inmitten von Natur und Ruhe genießen. Einige Anbieter wie Esmarch halten für diesen Zweck wertvolle Tipps und Empfehlungen bereit, damit die Hochzeit auch wirklich rundum gelingt. Abgesehen von der richtigen Unterkunft sind es aber sicherlich auch die typisch dänischen Sehenswürdigkeiten und Unternehmungen, die die Hochzeit und den späteren Aufenthalt zum Erlebnis machen – sei es das Angeln, das Spazieren am Strand oder ein Besuch der rauen Klippen und wilden Naturlandschaften.

Empfehlenswerte Hochzeitslocations in Dänemark

Gerade junge Paare entscheiden sich heutzutage gerne für eine moderne Heirat im weltoffenen Dänemark, gerade aufgrund der Naturlandschaften und interessanten Städte, die die Heirat mit einem abwechslungsreichen Urlaub abrunden.

  • Odense
    Odense ist die drittgrößte Stadt Dänemarks und gilt als sehr typische dänische Stadt, in der Moderne und Historie aufeinandertreffen. Der bekannte Dichter und Schriftsteller Hans Christian Andersen stammt außerdem von dort und verleiht der Stadt seither den Charme einer großen Persönlichkeit. Interessierte können sich hier direkt an das Standesamt in Odense wenden und erhalten dort eine freundliche und fachkundige Beratung.
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  • Arhus
    Auch Arhus, die zweitgrößte Stadt Dänemarks, übt einen ungeahnten Reiz auf viele Besucher aus und liegt direkt am Meer mitten auf der Halbinsel Jütland. Im Sommer wird die ganze Innenstadt wie auch Teile des Hafens in ein einziges großes Festival – das Arhus Festuge – verwandet, welches bereits als nationales Ereignis gilt. Aber auch Sehenswürdigkeiten wie die berühmte Bucht der Kattegat, die im Jahr 948 zum Bischofssitz wurde oder die Marselisburg und das neue Rathaus in der romantischen Innenstadt lohnen sich für einen Besuch.
  • Kopenhagen
    Die Hauptstadt Dänemarks soll in dieser Aufzählung jedoch keineswegs vergessen werden, schließlich stellt sie mit ihren knapp 570.000 Menschen die Metropolregion dar. Königliche Residenzen, Türme, Wachsoldaten mit ihren typischen Bärenfellmützen, sehr viel Wasser und nicht zuletzt die bekannte kleine Meerjungfrau prägen das Stadtbild, zudem finden die Trauungen bei gutem Wetter auch an etlichen populären oder romantischen Orten statt – sei es in einem Park, im Museum, auf einem Turm oder sogar zwischen dem Meer und Schluss Amalienborg.

Abbildung 1: pixabay.com ©tpsdave (CC0 1.0)
Abbildung 2: pixabay.com ©Colle (CC0 1.0)
Abbildung 3: pixabay.com ©MKesperanto (CC0 1.0)


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