Heiraten im traditionellen Brautkleid von Oma

Für einige Frauen mag es unvorstellbar sein, ihre Hochzeit in dem Kleid zu begehen, das einst schon ihre Oma getragen hat. Viele Frauen dagegen sehen es als eine tolle Tradition an, die es gilt, aufrecht zu erhalten.

traditionelle-hochzeitVoraussetzung ist hier natürlich, dass das Kleid auch tatsächlich passt und die Braut das Hochzeitskleid mit Leidenschaft trägt. Dazu müssen ein paar Anforderungen erfüllt werden und in den meisten Fällen muss das Kleid an einigen Stellen angepasst werden. Bei kleineren Änderungen kann man mit etwas Geschick selbst Hand anlegen. Online finden sich eine Vielzahl der Anbieter von Nähzubehör, die Bänder, Kordeln, Garne und natürlich sämtliches Schneiderwerkzeug verkaufen.

Eine althergebrachte Tradition

Es gibt Familien, in denen gehört es fest zur Tradition, dass das ehemalige Kleid der Oma in die nächste Generation weiter gegeben wird. In den heutigen Zeiten wird diese Tradition wieder immer häufiger gelebt. Allerdings wäre es irreführend zu behaupten, dass die Tradition sehr weit verbreitet ist. Im Endeffekt müssen die Bräute für sich eine individuelle Entscheidung treffen, ob sie sich vorstellen könnten, im Kleid ihrer Oma zu heiraten.

Die Anprobe im Brautgeschäft

Um sicherzustellen, dass das ehemalige Brautkleid der Oma der neuen Braut auch wie angegossen passt, sollten die Änderungen an dem Kleid von einem professionellen Schneider ausgeführt werden. Besonders wichtig ist es, dass die Größe des Kleides korrekt angepasst wird. Hier ist natürlich zu beachten, dass, wenn das Kleid wesentlich kleiner ist, als die Größe der aktuellen Braut, kann nicht viel getan werden. Stimmen die Maße allerdings in etwa überein, kann der Schneider das Kleid wunderbar anpassen. Hier sind vor allem das Anbringen von Accessoires und die Kürzung des Kleidsaumes zu nennen. Auch ist es empfehlenswert, dass eine ausgiebige Reinigung vorgenommen wird, die auch das Bügeln umfasst. Natürlich nur, wenn die Braut keine Anhängerin des Aberglaubens ist, dass dabei das Glück des Kleides ausgewaschen wird.

Die möglichen Änderungen eines alten Kleides

  • Das Abnehmen der Ärmel
  • Herauslassen und Kürzen des Saums
  • Neues Einfärben
  • Annähen von Accessoires
  • Schmälern der Taille

Ebenfalls sollte die Frage geklärt werden, ob das ehemalige Kleid der Oma noch dem aktuellen Trend entspricht. Höchstwahrscheinlich wird dies nicht der Fall sein. Gegenmaßnahmen können hier dadurch ergriffen werden, dass noch zusätzliche Details angebracht werden, die im Trend der aktuellen Mode liegen. Auch toller, moderner Schmuck eignet sich hervorragend dafür, das Kleid der Oma an die aktuellen Modetrends anzupassen.

Traditionen, die ebenfalls mit dem Brautkleid zusammenhängen

Es gilt, dass das Kleid nicht selbst geschneidert oder genäht werden sollte – denn, nach dem verbreiteten Aberglauben bringt dies Unglück und das Leben während der Ehe wird sich als mühsam erweisen. Außerdem hat die weiße Farbe des Kleides einen hohen symbolischen Stellenwert, es bedeutet Unschuld, Freude, Leben und Reinheit.

Bildquelle: M. Werner - Pixelio.de


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