Das Jawort auf Italienisch geben: Heiraten im EU-Ausland

Eine Hochzeit ist immer ein besonderes Ereignis. Zu diesem Anlass sollen oft Lebensträume verwirklicht werden, die das Brautpaar schon seit Jahren oder Jahrzehnten begleiten. Dazu gehört auch das perfekte Setting. Nicht umsonst sind beliebte Veranstaltungsorte für Hochzeiten oft Monate oder gar Jahre im voraus ausgebucht.

blick-auf-florenzAber ein schöner Veranstaltungssaal ist manchmal nicht genug. Manchmal muss es einfach ein wenig mehr sein. Wie zum Beispiel eine Zeremonie in einem malerischen Dorf an der Mittelmeerküste. Sei es, weil dieser Ort einen besonderen Platz in den Herzen des Paares hat, oder weil hier die Familie des Bräutigams lebt – Hochzeiten im Ausland erfreuen sich größter Beliebtheit. Innerhalb der EU stellt eine solche Eheschließung meist auch kein Problem dar. Einige Tipps sollten aber beherzigt werden, damit das Ereignis auch wirklich ein voller Erfolg wird.

Ob Italienisch oder Französisch: Wörterbuch nicht vergessen

Um die Eheschließungszeremonie und die anschließenden Flitterwochen in vollen Zügen zu genießen, sollten zumindest einige sprachliche Grundlagen erlernt werden. Gerade wenn die Heirat im Heimatland eines Ehepartners stattfindet, sollte der andere sich hier ein wenig Mühe geben. Schließlich gilt es dann auch, den Smalltalk mit den einheimischen Hochzeitsgästen erfolgreich zu bewerkstelligen. Wenn es sich dabei ausgerechnet um die gesamte Bevölkerung eines sizilianischen Dorfes handelt, kommt man mit Englisch auch nicht weiter.

Zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, Italienisch online zu lernen, was inmitten des Hochzeitsstresses eine willkommene Erleichterung sein dürfte. Egal, ob die Heirat nun in Palermo, Montpellier oder Sevilla stattfindet: Ein kleiner Sprachkurs und ein Wörterbuch im Gepäck sind Pflicht.

Kirchlich oder standesamtlich?

Wer es besonders einfach mag, vollzieht im Ausland lediglich die kirchliche Hochzeitszeremonie. Die urkundliche Trauung kann entweder vor der Abreise oder nach der Rückkehr im deutschen Standesamt durchgeführt werden. Gerade für deutsch-deutsche Paare ist das die Variante, die am wenigsten lästige Bürokratie beinhaltet.

Aber was, wenn ein Ehepartner aus dem Ausland stammt oder wenn aus einem anderen Grund die Eheschließung durch eine ausländische Behörde vollzogen werden soll? Auch das ist grundsätzlich kein Problem. Denn wenn die Eheschließung im Gastland gültig ist, wird sie auch in Deutschland anerkannt. Dem frisch vermählten Paar entstehen also keinerlei Nachteile. Ein zusätzlicher Behördengang zur Eintragung ist nur dann notwendig, wenn beispielsweise ein Steuerklassenwechsel beabsichtigt ist.

Gute Planung ist unerlässlich

Eine Hochzeit benötigt ohnehin – je nach Größe der Veranstaltung – eine ganze Menge an sorgfältiger Planung. Schließlich soll der große Tag nicht durch irgendein vermeidbares Missgeschick ruiniert werden. Das gilt umso mehr für eine Heirat im Ausland. Hier kommt beispielsweise die Anreise des Brautpaares und der Gäste hinzu. Gibt es vor Ort genügend Übernachtungsmöglichkeiten für alle? Welche Besorgungen können vor Ort gemacht werden, und welche müssen bereits vor der Abreise getätigt werden?

Im Falle einer behördlichen Eheschließung im Ausland müssen vor allem die notwendigen Papiere mit großer Sorgfalt vorbereitet werden. Am besten ist es, sich bereits vorab mit dem zuständigen Beamten in Verbindung zu setzen, um die Gültigkeit und Vollständigkeit der Unterlagen bestätigen zu lassen. So werden Probleme am Tag der Trauung vermieden.

Eine Hochzeit im Ausland bedeutet also immer einen zusätzlichen Aufwand, der nicht unterschätzt werden sollte. Gelingt die Umsetzung, kann die Auslandshochzeit trotzdem für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis werden.

Bildquelle: Dr. Stephan Barth - Pixelio.de


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