Bräuche rund um die Brautschuhe

Etwas Blaues, etwas Altes, etwas Geliehenes und etwas Neues" – diesen Brauch kennt mittlerweile jede Braut und jeder Gast.

Auch die Brautentführung sowie das Brautstraußwerfen gehören zum festen Ablauf einer jeden Hochzeit. Doch nur die wenigsten kennen die traditionellen Bräuche um den Brautschuh.

Brautschuhkauf

Laut Brauch erkennt man am Wert der Brautschuhe, ob die Braut eine tüchtige und fleißige Hausfrau ist. Denn die Braut musste früher die Schuhe von ihrem eigenen Lohn kaufen und sollte sich das Geld Pfennig für Pfennig zusammensparen. Je mehr Pfennige zusammengespart waren, desto teurere Brautschuhe konnte sie sich leisten und umso größer das Glück.

Um diese Mühe deutlich zu machen, pflegt man heute die Tradition, die Brautschuhe mit einzelnen Cent-Stücken zu bezahlen, die man bestenfalls wirklich über Jahre hinweg angespart hat. Zusätzliche Wirkung: Angeblich verhindern die von der Braut selbst gekauften Schuhe, dass sie dem Bräutigam noch vor der Hochzeit davon läuft.

Der Taler im Schuh

Damit das Brautpaar in seiner Ehe immer mit Wohlstand gesegnet ist, soll sich die Braut nach altem Brauch eine Münze in die Brautschuhe legen. Etwas abgewandelt: Auch die Schwiegermutter darf der Braut einen symbolischen Taler am Hochzeitsmorgen in den Schuh legen. Einziges Manko: Die Münze kann für unangenehme Fußschmerzen sorgen. Aber für lebenslangen Wohlstand lohnt sich das Zähnezusammenbeißen.

Brautschuhe
© Jupiterimages/Comstock/Thinkstock

Brautschuhversteigerung

Laut Tradition ist der Brautschuh nicht einfach nur schick, sondern auch wertvoll. Daher wird er symbolisch versteigert, um die Hochzeitskasse aufzufüllen. Für die Versteigerung wird der Braut einer ihrer Schuhe entwendet und unter allen anwesenden Gästen vorgestellt und angepriesen. Ziel: möglichst hohe Gebote der Gäste. Versteigert wird nach der amerikanischen Methode. Das bedeutet: Bei jedem Gebot muss sofort gezahlt werden. Die erste Summe wird in bar in den Brautschuh gelegt und der nächste zahlt die Differenz zum nächsthöheren Gebot. Am Ende der Auktion überbietet traditionell der Bräutigam alle anderen Gäste und gibt den Schuh mitsamt dem Geld heldenhaft seiner Braut zurück.


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